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Qualitative Codierung

Mit der qualitativen Codierung werten Sie Interviews, Workshops und Sitzungen systematisch aus. Sie markieren Textstellen im Transkript, ordnen sie Codes zu und vergleichen Muster über mehrere Sessions hinweg.

  1. Öffnen Sie Codebuch und wählen Sie ein Projekt.
  2. Legen Sie Codes an, zum Beispiel Themen, Bedürfnisse, Barrieren oder Entscheidungsmuster.
  3. Öffnen Sie eine Session und wechseln Sie in den Tab Codierung.
  4. Markieren Sie eine Textstelle im Transkript und speichern Sie sie mit dem passenden Code.
  5. Nutzen Sie Coding-Reports, um Häufigkeiten, Zitate und Zusammenhänge zu vergleichen.

Codes gehören zu einem Projekt. Ein Code hat einen Namen, optional eine Beschreibung, eine Farbe und bei Bedarf einen übergeordneten Code. Dadurch entstehen Hierarchien wie:

  • Bedarf
  • Bedarf > Finanzierung
  • Bedarf > Personal
  • Barriere > Datenschutz

Codes können später umsortiert, als Subcodes verschoben oder aus dem Papierkorb wiederhergestellt werden.

Im Session-Tab Codierung wählen Sie rechts einen Code aus und markieren dann eine Textstelle im Transkript. StoryVault speichert dabei nicht nur den Text, sondern auch die Position im Transkript und, soweit verfügbar, die Zeitstelle der Aufnahme.

  • Mehrzeilige Markierungen werden über Absätze hinweg unterstützt.
  • Mehrere Codes können auf derselben Textstelle liegen — hilfreich, wenn eine Aussage gleichzeitig Thema, Problem und Zielgruppe berührt. Alle Marker werden im Transkript angezeigt.
  • Memos lassen sich an Codes, Segmente oder ganze Sessions hängen, etwa als Begründung für eine Codierungsentscheidung.
  • Aus dem Segment springen: in der Segment-Sidebar führt ein Klick direkt zur Stelle im Transkript.

Statt das Codebuch leer zu starten, können Sie es per Volltextsuche aus den Transkripten eines Projekts ableiten: Suchbegriffe eingeben, Treffer prüfen, passende Stellen direkt als neuen Code übernehmen. So entsteht ein Codebuch, das bereits im Material verankert ist.

Für geeignete Projekte können Manager und Admins KI-Vorschläge erzeugen lassen. StoryVault schlägt dann mögliche Codierungen auf Basis des Codebuchs vor. Sie entscheiden einzeln, welche Vorschläge übernommen oder verworfen werden — über eine eigene Review-Ansicht, in der Sie Vorschläge gebündelt durchgehen.

Offene Vorschläge fließen nicht in Reports ein; erst akzeptierte Vorschläge zählen als reguläre Codierung.

Das Coding-Modul stellt einen MCP-Endpunkt bereit, über den Claude oder andere LLM-Assistenten Codebücher und Segmente lesen sowie neue Codierungen vorschlagen können. Details siehe Developer-Doku unter MCP / Coding.

Die Coding-Reports helfen beim Vergleich über Sessions hinweg:

  • Zusammenfassung und Kennzahlen
  • Häufigkeiten pro Code
  • Matrix-Ansichten für Sessions und Codes
  • Code Cloud
  • Co-Occurrence-Ansicht für gemeinsam auftretende Codes
  • Zitat-Reports mit Originalstellen
  • formatierte Exporte für Weitergabe und Dokumentation

Dokumenten-Sets: Reports über definierte Teilmengen

Abschnitt betitelt „Dokumenten-Sets: Reports über definierte Teilmengen“

Statt immer über alle Sitzungen eines Projekts können Reports über Dokumenten-Sets laufen — benannte Auswahlen von Sitzungen. Sets sind statisch (feste, eingefrorene Liste) oder dynamisch (Regel über frei vergebbare Sitzungs-Tags wie phase=hauptstudie). Der Vergleichsmodus stellt zwei Sets nebeneinander — ohne sie zu vermischen.

Codier-Reports mit Dokumenten-Sets: Korpus-Auswahl mit Sets, Vergleichsmodus zweier Sets nebeneinander mit Code-Häufigkeiten und Snapshot-Hinweis

Wenn eine Aufnahme neu transkribiert wird, bleiben bestehende Codierungen erhalten. StoryVault versucht, die Textstellen im neuen Transkript wiederzufinden. Codierungen, die geprüft werden müssen, werden entsprechend markiert.