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Qualitative Auswertung – Überblick

Mit der qualitativen Auswertung strukturieren Sie Interviews, Workshops und Sitzungen. Sie markieren relevante Aussagen, ordnen ihnen Codes zu und untersuchen Muster über mehrere Sessions. StoryVault verbindet dabei die codierte Textstelle mit Transkript, Sprecher und Zeitposition der Aufnahme.

Wenn bereits ein Codebuch vorhanden ist, öffnen Sie eine Session des zugehörigen Projekts und wechseln dort in den Tab Codierung. Dort markieren Sie eine Textstelle und weisen einen Code aus dem projektbezogenen Codebuch zu. Der Tab gehört zur Session-Ansicht; das Projekt liefert das Codebuch.

  1. Formulieren Sie eine Forschungs- oder Auswertungsfrage und legen Sie fest, welche Sessions zum Material gehören.
  2. Erstellen Sie im Projekt ein Codebuch mit klaren Definitionen und Beispielen.
  3. Codieren Sie relevante Textstellen manuell oder prüfen Sie KI-Vorschläge einzeln.
  4. Halten Sie Entscheidungen und Grenzfälle in Memos fest.
  5. Prüfen Sie im Team Stichproben und passen Sie das Codebuch kontrolliert an.
  6. Wählen Sie in Coding-Reports das gewünschte Dokumenten-Set und untersuchen Sie Matrix, Häufigkeiten, Zitate und Co-Occurrences.
  7. Frieren Sie für wiederholbare Auswertungen einen Snapshot ein und exportieren Sie die benötigten Tabellen und Zitate.

Ein deduktives Codebuch beginnt mit vorhandenen Kategorien, etwa aus einem Leitfaden oder Qualitätsmodell. Ein induktives Vorgehen entwickelt Codes aus dem Material. In der Praxis ist ein kombiniertes Vorgehen häufig sinnvoll: Startcodes geben Orientierung, neue Beobachtungen ergänzen das Codebuch.

Das Discovery-Template bietet einen kompakten Start mit Pain Point, Gewünschter Nutzen, Job-to-be-Done, Workaround und ZDF-Signal. Es ist eine Vorlage, keine vorgeschriebene Methodik.

Eine Codierung verbindet einen ausgewählten Transkriptausschnitt mit mindestens einem Code. Dieselbe Passage kann mehrere Codes tragen. Ein Memo ergänzt die Interpretation oder begründet eine Entscheidung. Offene KI-Vorschläge zählen nicht zu Reports; erst nach Annahme werden sie reguläre Codierungen.

  • Verwenden Sie trennscharfe Codenamen und beschreiben Sie Ein- und Ausschlusskriterien.
  • Codieren Sie so viel Kontext wie nötig und so wenig wie möglich.
  • Halten Sie Zweifelsfälle in Memos fest.
  • Prüfen Sie nach Codebuchänderungen bereits codierte Stellen stichprobenartig.
  • Interpretieren Sie Häufigkeiten als Orientierung. Ein häufiger Code ist nicht automatisch wichtiger, und Co-Occurrence belegt keine Ursache.
  • Verwenden Sie Dokumenten-Sets und Snapshots, damit später klar ist, welches Material und welcher Codebuchstand einer Auswertung zugrunde lagen.

Bei einer Neu-Transkription bleiben akzeptierte Codierungen und Memos bestehen. StoryVault versucht, die Segmente im neuen Text wiederzufinden. Unsichere Treffer werden zur Prüfung markiert. Die frühere Transkriptfassung bleibt in den Transkriptversionen verfügbar.

Über den Coding-MCP-Endpunkt können berechtigte LLM-Assistenten Codebücher und Segmente lesen sowie Vorschläge erstellen. Die fachliche Entscheidung bleibt im Review. Technische Details stehen in der Developer-Dokumentation.