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Datenschutz: Überblick & DSA

Das Modul Datenschutz steuert, welche Fassung von Projekten und Sitzungen verwendet werden darf. Es verbindet drei Dinge:

  • eine verbindliche Mandantenrichtlinie,
  • die konkrete Schutzstufe eines Projekts oder einer Sitzung,
  • einen nachvollziehbaren Ablauf für Änderung, Freigabe, Ausführung und Audit.

Ist das Modul für einen Mandanten nicht aktiviert, werden das Schildmenü und die Datenschutzverwaltung ausgeblendet. Bereits geschützte Daten werden dadurch nicht wieder zu Originaldaten.

Das Modul wird durch den Plattformbetreiber pro Mandant in der Mandantenverwaltung aktiviert. Wenn Datenschutz in Ihrer Organisation nicht sichtbar ist, wenden Sie sich an Ihre StoryVault-Ansprechperson.

DSA bezeichnet in StoryVault die mandantenbezogene Fähigkeit Datenschutz (data_protection_admin). Ein DSA darf Datenschutzvorgänge planen, freigeben, überwachen und — soweit noch möglich — wiederherstellen.

Die Fähigkeit gilt nur in dem Mandanten, in dem sie vergeben wurde. Auch ein Administrator erhält sie nicht automatisch. Ein Plattform-Super-Admin kann Fehler- und Recovery-Metadaten prüfen, darf ohne eigene DSA-Zuweisung aber keine geschützten Inhalte rückauflösen oder Originaldaten wiederherstellen.

AufgabeTenant-AdminDSAPlattform-Super-Admin
DSA im eigenen Mandanten zuweisenJanur mit Admin-RolleJa
Mandantenrichtlinie verwaltenNeinJanur mit DSA-Zuweisung
Schutzstufe erhöhenNeinJanur mit DSA-Zuweisung
Originalfassung wiederherstellenNeinJa, mit Sicherheitsbestätigungnur mit DSA-Zuweisung
Sichere Fehler- und Recovery-Metadaten seheneingeschränktJaJa
  1. Nutzerverwaltung öffnen

    Öffnen Sie Admin → Nutzer und wählen Sie die gewünschte Person.

  2. Mandanten-Mitgliedschaft prüfen

    Die Person muss eine aktive Mitgliedschaft im richtigen Mandanten haben.

  3. „Datenschutz” aktivieren

    Aktivieren Sie in dieser Mandanten-Mitgliedschaft die Fähigkeit Datenschutz und speichern Sie.

  4. Mandantenkontext prüfen

    Wechseln Sie in den betreffenden Mandanten. Das Schildmenü und die Datenschutzverwaltung gelten immer für den aktuell ausgewählten Mandanten.

Fehlt im Mandanten ein aktiver DSA, bleiben manuelle Datenschutzvorgänge deaktiviert. Administratoren erhalten einen Hinweis mit dem Weg zur Nutzerverwaltung. Automatische, ausschließlich schutzerhöhende Vorgänge können weiterlaufen.

Die zentrale Seite Datenschutzverwaltung enthält die aktive Mandantenrichtlinie, laufende Vorgänge, Aufbewahrungssperren, Wiederherstellungen und das mandantenbezogene Zugriffsprotokoll.

Eine neue Richtlinienversion legt den Mindestschutz fest:

EinstellungWirkung
RichtlinienvorlageBefüllt die Einstellungen mit einem verständlichen Ausgangswert.
Mandantenvorgabe für DatenzugriffHöchste Fassung, die im Mandanten verwendet werden darf, zum Beispiel Originaldaten oder dauerhaft anonymisiert.
Umgang mit OriginalmedienOriginale speichern, in Quarantäne verschieben oder nach einer Frist löschen.
AufbewahrungstageZeitraum, in dem geschützte Originale noch wiederherstellbar bleiben. Leer bedeutet keine feste Frist.
Schutzstufe bei Importen automatisch anwendenNeue Uploads, Imports und Bot-Sitzungen werden automatisch auf die Mandantenvorgabe gebracht.
Originalmedien exportieren / teilenNur verfügbar, wenn die Richtlinie Originaldaten erlaubt.

Die Vorlagen sind Startpunkte. Prüfen Sie die einzelnen Felder vor dem Aktivieren:

  • Standard: Originaldaten bleiben zulässig.
  • Strenger Datenschutz: Identifizierende Angaben werden entfernt, Originalmedien geschützt und neue Imports automatisch angepasst.
  • Identifizierende Angaben standardmäßig entfernen: Neue Inhalte werden ohne identifizierende Angaben verarbeitet.
  • Dauerhaft anonymisierter Arbeitsbereich: Inhalte werden dauerhaft anonymisiert; Wiederherstellungsmaterial wird nach der festgelegten Frist vernichtet.

Eine Aufbewahrungssperre verhindert Änderungen und automatische Löschungen für das ausgewählte Projekt oder die ausgewählte Sitzung. Sie ist für Rechtsstreit, behördliche Anfrage, Betroffenenanfrage oder interne Untersuchung gedacht.

Eine Sperre gibt keine Originaldaten frei und verleiht keine zusätzlichen Zugriffsrechte. Solange sie aktiv ist, stoppt StoryVault auch Anonymisierung und die Vernichtung von Pseudonym-Zuordnungen.